Historie
Historie des Schiffervereins Undine Lauenburg von 1886
Der Schifferverein „Undine“ wurde 1886 gegründet, mit dem Ziel, „Caffekränzchen“, Ausflüge und andere Vergnügungsveranstaltungen zu organisieren.
Diese Art von Vereinen war zur Gründungszeit sehr populär. Es wird auch von einer Rivalität zur "Lauenburger Schifferbrüderschaft von 1635" berichtet. Demnach soll „Undine“ gegründet worden sein, um den auf den Dampfschiffen aufkommenden Heizern und Maschinisten eine Heimat zu geben, da diese zu der Zeit nicht Mitglied in der Schifferbrüderschaft werden konnten. Ob das so stimmt, kann zumindest angezweifelt werden, denn zur Gründungszeit gab es noch nicht sehr viele Dampfschiffe und viele Gründungsmitglieder waren auch Schifferbrüder.
Der „Undineverein“ hat es geschafft, zwei Weltkriege sowie eine deutliche Veränderung der Gesellschaft und die Coronakrise zu überstehen und sich bis in die heutige Zeit zu erhalten.
Interessant ist auch die Tatsache, dass sich „Undine“ erst im Alter von 100 Jahren eine Vereinsfahne angeschafft hat, was sicher auch dem Grundtenor eines reinen Vergnügungsvereins entspricht. Traditionell haben wir aber einen hohen Anteil an Mitgliedern, die einen Bezug zur Schifffahrt haben, und in der Gründerzeit war es praktisch kaum zu vermeiden, in einer Schifferstadt auch einen Schifferverein zu gründen.
Das jährliche Hauptereignis ist der „Undine-Ball“, der seit einigen Jahren immer am dritten Februarwochenende unter Flaggenschmuck stattfindet. Es ist ein stilvolles Ambiente mit flotter Tanzmusik, aber auch mit einigen traditionellen Tänzen wie „Tamped“ (vermutlich aus Böhmen zu uns gekommen) oder „Kissentanz“. Diese Highlights kommen ausgesprochen gut an und haben einen hohen Spaßfaktor. Wo gibt es so etwas sonst noch? Höhepunkt jeden Festballs ist die große „Polonaise“ um Mitternacht, an der alle Paare teilnehmen.
Fester Bestandteil ist natürlich auch die Generalversammlung, die immer am ersten Samstag im Februar um 16.30 Uhr stattfindet. Etwa zur Hälfte der Versammlung, auf welcher Rückschau auf das vergangene Vereinsjahr gehalten und das kommende geplant wird, gibt es traditionell eine Runde Grog. Im Anschluss an die Versammlung wird noch gemütlich beisammen gesessen, sodass auch hier die Geselligkeit nicht zu kurz kommt.
Wir pflegen einen freundschaftlichen, fast familiären Umgang miteinander, über alle Altersgrenzen hinweg. „Undine“ wird „vererbt“, innerhalb der Familie oder des Freundeskreises, aber wir freuen uns immer über neue Gesichter, die „Undine“ leben wollen. Unser jüngstes Mitglied ist knapp 20, das älteste deutlich über 80!
Seit 1997 können auch Frauen Mitglied werden und seit 2011 hat „Undine“ auch einen weiblichen Präses.
Darüber hinaus finden Ausflüge und Aktivitäten im Sommer statt.
Auf der Ehrenamtsmesse in Lauenburg präsentieren wir uns, um tanzfreudige Menschen auf uns aufmerksam zu machen und für unseren Verein zu begeistern.